Gefangener verschwindet nach Freigang in Genf - DER SPIEGEL
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Therapeutin tot aufgefunden Schweizer Häftling türmt bei Freigang

Ein verurteilter Vergewaltiger hat in der Schweiz bei einem Freigang offenbar seine Therapeutin umgebracht und sich danach abgesetzt - vermutlich nach Deutschland. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem 39-Jährigen.
Entflohener Vergewaltiger Fabrice A. (Polizeifoto): Großeinsatz in Weil am Rhein
Entflohener Vergewaltiger Fabrice A. (Polizeifoto): Großeinsatz in Weil am Rhein

Entflohener Vergewaltiger Fabrice A. (Polizeifoto): Großeinsatz in Weil am Rhein

Foto: AFP Photo/Genevas Police Authorities
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Genf/Basel - Die Polizei im Dreiländereck zwischen Schweiz, Frankreich und Deutschland fahndet mit Hochdruck nach einem verurteilten Vergewaltiger. Nach einem Freigang ist der Mann offenbar untergetaucht. Die Sozialtherapeutin, die ihn zu einer Reitstunde begleiten sollte, wurde nahe Genf tot aufgefunden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Nachdem beide am Donnerstag von dem begleiteten Freigang nicht in das Gefängnis Champ-Dollon in Genf zurückgekehrt waren, wurde die Fahndung ausgelöst. An ihr beteiligten sich Polizisten aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Die Leiche der Psychologin wurde nach Polizeiangaben in Versoix bei Genf gefunden, unweit des Reitclubs, in dem die beiden zu einer Therapiestunde erwartet worden waren. Ihr Handy dagegen wurde nahe Basel entdeckt. Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Täter Fabrice A. gab es den Angaben zufolge unter anderem einen Großeinsatz der Polizei im deutschen Grenzort Weil am Rhein. Rund 60 Einsatzkräfte durchsuchten einen Gasthof sowie einen Spielsalon.

Laut der Schweizer Zeitung "20 Minuten", die sich auf Behördenangaben beruft, fand dort ein Polizeihund eine Spur des Gesuchten. An einem Bahngleis habe sie sich jedoch verloren. Die Polizei schließe nicht aus, dass sich A. weiter in der Gegend aufhält. In einer Mitteilung würden die Behörden vor dem Straftäter warnen, der gefährlich und möglicherweise bewaffnet sei.

Der 39-jährige A. besitzt die Schweizer und die französische Staatsbürgerschaft. Laut der Nachrichtenagentur SDA war er in Frankreich wegen Vergewaltigung zu insgesamt 20 Jahren Haft verurteilt worden. 2008 wurde A. nach Genf ausgeliefert, wo er die Strafe absitzen sollte. Aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens wurden ihm begleitete Freigänge gestattet. Ein erstes Mal habe dies am 3. September stattgefunden.

rls/AFP