Georgensgmünd: Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen "Reichsbürger" - DER SPIEGEL
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Tödliche Schüsse auf Polizisten Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen "Reichsbürger"

Polizisten wollten einem "Reichsbürger" seine Waffen abnehmen - da erschoss der Mann einen Beamten. Nun muss er sich wohl wegen Mordes vor Gericht verantworten.
Einsatz in Georgensgmünd
Einsatz in Georgensgmünd

Einsatz in Georgensgmünd

Foto: Nicolas Armer/ dpa
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Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen sogenannten "Reichsbürger" erhoben, der im mittelfränkischen Georgensgmünd einen Polizisten erschossen hat. Die Ermittler werfen ihm Mord, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor.

Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Er hatte im Oktober 2016 einen Polizeibeamten bei einer Razzia getötet. Ein weiterer Polizist wurde bei dem Einsatz schwer, zwei Beamte wurden leicht verletzt. Die Polizei hatte dem Mann seine 31 Waffen abnehmen wollen.

P. rechnete offenbar mit Einsatz

Laut Überzeugung der Staatsanwaltschaft rechnete der Mann mit dem Polizeieinsatz und war entsprechend vorbereitet. Als die Beamten sein Haus stürmen wollten, eröffnete er demnach das Feuer.

Einem mitangeklagten Polizeibeamten werfen die Ermittler fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung im Amt vor. Er soll die vom Schützen ausgehende Gefahr und Bereitschaft zur Waffengewalt erkannt, diese Erkenntnis aber nicht weitergegeben haben. Der Beamte hätte die tödliche Schussabgabe verhindern können, so der Vorwurf.

Selbsternannte "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an.

sms/dpa/AFP