Geschmuggeltes Uran in Moldau sichegestellt - DER SPIEGEL
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Moldau: Polizei stellt geschmuggeltes Uran sicher

Die Behörden in Moldau haben radioaktive Schmuggelware gefunden: Ein aus Russland kommender Zug transportierte Uran, das wahrscheinlich für Europa bestimmt war. Experten befürchten, die Substanz könne für den Bau einer Bombe bestimmt gewesen sein.
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Chisinau - In der Republik Moldau hat die Polizei in einem Zug aus Russland 200 Gramm Uran sichergestellt. Die radioaktive Schmuggelware habe einen Wert von rund 1,7 Millionen Euro, teilte das Innenministerium mit. Das Uran-238 sei vergangene Woche bei einer verdeckten Operation gefunden worden. Sieben mutmaßliche Schmuggler seien festgenommen worden.

Die hochgefährliche Substanz habe vermutlich in Europa verkauft werden sollen. Sie könne zum Bau sogenannter "schmutziger Bomben" genutzt werden, erklärte das Ministerium weiter. In solchen Sprengsätzen werden radioaktive Substanzen mit konventionellen Explosionsstoffen gemischt. Experten fürchten sie als potenzielle Waffe bei Terroranschlägen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte, sie stehe mit den moldawischen Behörden in Kontakt. Die Uno-Atomaufsicht hat ihre Mitgliedstaaten zuletzt verstärkt dazu aufgefordert, radioaktive Stoffe nicht in die falschen Hände gelangen zu lassen. Bei dem nun beschlagnahmten Uran handelt es sich nicht um dasselbe Isotop, das in Atombomben zum Einsatz kommt. Für eine Nuklearbombe ist Uran-235 notwendig.

loe/REUTERS