Unbedachtes Posting Gesuchter verrät sich bei Polizei mit Facebook-Eintrag
Freeland - 45 Minuten. So lange hat sich ein US-Amerikaner darüber gefreut, dass ihn Ermittler trotz Fahndungsfoto bei Facebook nicht finden konnten. Die Polizei in Freeland hatte ein Bild des 35-Jährigen - schmales Gesicht, Glatze, beigefarbener Wollpulli - auf ihrer Seite veröffentlicht . "*** WANTED ***" stand in Versalien dabei, der Mann werde wegen schwerer Körperverletzung und anderen Delikten gesucht. Wer ihn kenne, solle sich im zuständigen Department melden. 34 Mal wurde der Aufruf geteilt.
Unter den Fans des Fahndungsbildes war allerdings auch der Gesuchte selbst, wie die Webseite timesleader.com schreibt . Der Mann habe den Aufruf auf seiner eigenen Seite geteilt, also quasi als Kopie auf seiner Timeline öffentlich gemacht. Noch dazu machte er sich demnach über die Beamten lustig, die nicht in der Lage seien, ihn zu finden. Doch er unterschätzte die Polizisten offenbar.
Einer von ihnen meldete sich umgehend über das soziale Netzwerk bei dem Gesuchten - allerdings mit einem falschen Account, getarnt als attraktive Frau. Die verwickelte den Mann in ein Gespräch und schlug ein Treffen vor, was er allerdings zunächst ablehnte. "Du kannst zumindest rauskommen und eine Zigarette mit mir rauchen", schrieb die Fremde daraufhin.
Als der 35-Jährige, nach dem seit einem Angriff im Sommer gefahndet wird, tatsächlich zu der spontanen Verabredung erschien, wurden ihm umgehend Handschellen umgelegt. Die Polizei veröffentlichte nochmal ein Foto des Mannes auf ihrer Facebook-Seite, diesmal mit der Überschrift: "Erwischt!!!! Hat unseren Facebook-Status über ihn selbst geteilt, 45 Minuten später wurde er geschnappt."