Gewaltverbrechen Vermisste 16-Jährige ist tot
Rostock - Eine rechtmedizinische Untersuchung habe zweifelsfrei ergeben, dass es sich bei der am Montag in der Rostocker Heide gefundenen Mädchenleiche um Carolin handelt, sagte Oberstaatsanwalt Andres Ritter. Es sei von einem Gewaltverbrechen auszugehen, die Staatsanwaltschaft Rostock ermittle wegen Mordes.
Carolin ist vermutlich durch massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf gestorben. Nach einem Bericht der Zeitung "Bild" soll die Polizei einen 29-jährigen Verdächtigen festgenommen haben, der einschlägig vorbestraft sei. Die Mutter des Mannes aus Gelbensande hält ihren Sohn offenbar für den Mörder. "Das verzeih ich ihm nicht, was er da gemacht hat", sagte die Mutter im NDR-Fernsehen.
Die Staatsanwaltschaft wollte den Verdacht nicht bestätigen. Es gebe allerdings Überprüfungen im Hinblick auf eine bestimmte Person, die sich gegebenenfalls zu einem Tatverdacht erhärten könnten, sagte Oberstaatsanwalt Ritter. Möglicherweise stamme der Täter aus der Region und habe Ortskenntnis gehabt.
Carolin hatte sich am Freitag mit ihrem Rad von Graal-Müritz auf den Weg zu Freunden in das benachbarte Dorf Gelbensande gemacht. Dort kam sie nicht an. Bei der groß angelegten Suchaktion mit rund 250 Beamten war am Montag im dichten Unterholz die Leiche von Carolin gefunden worden. In der Nähe lagen die Geldbörse sowie das Fahrrad des Mädchens.
Eine 25-köpfige Sonderkommission koordiniert die Spurensuche rund um den weiträumig abgesperrten Fundort. Die Beamten gehen auch einem Hinweis nach, wonach Carolin am Freitagnachmittag in einem Café in Graal-Müritz gesehen wurde.