Gorilla Harambe: Staatsanwaltschaft erhebt keine Anklage - DER SPIEGEL
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Erschossener Gorilla Mutter des Kleinkinds im Gehege entgeht Anklage

Im Zoo von Cincinnati musste ein Silberrücken erschossen werden, weil ein Kleinkind in die Gorilla-Anlage gelangt war. Ein rechtliches Nachspiel für die Mutter wird es nicht geben.
Gorilla Harambe
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Foto: REUTERS
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Nach dem gewaltsamen Tod des Gorillas Harambe in einem Zoo im US-Bundesstaat Ohio wird die Mutter des Jungen, der in das Affengehege gestürzt war, nicht juristisch belangt. Das sagte Staatsanwalt Joe Deters in Cincinnati.

Der Gorilla war erschossen worden, nachdem der Dreijährige in das Gehege gestürzt war. Der Dreijährige war in einem unbeobachteten Moment seiner Mutter entwischt, die gerade auch auf andere Kinder aufpasste. Der Staatsanwalt sagte, das Verhalten der Mutter sei weit davon entfernt gewesen, gefährlich oder sorglos zu sein.

Der Gorilla hatte das Kind am Bein durch einen Wassergraben gezerrt. Wärter erschossen den Silberrücken, um den Jungen zu retten. Der gewaltsame Tod des Tieres machte weltweit Schlagzeilen. Gorillas sind vom Aussterben bedroht.

Mehr als 200.000 Menschen hatten dem Sender NBC zufolge eine Internetpetition unterzeichnet, in der sie forderten, Vater und Mutter zu bestrafen. Sie hätten ihr Kind nicht genügend beaufsichtigt und dadurch den Tod des Gorillas herbeigeführt, lautete der Vorwurf der Tierfreunde.

Die Kritik nach dem Tod Harambes war so heftig, dass die Zooleitung sich gezwungen sah, ihr Vorgehen zu verteidigen. Zoodirektor Thayne Maynard sagte, man stehe zu der Entscheidung, den Affen zu töten. Der 200-Kilogramm-Gorilla sei aufgebracht gewesen und habe erratisch gehandelt - das Leben des kleinen Jungen sei in Gefahr gewesen. Harambe sei so stark gewesen, dass er eine Kokosnuss mit der Hand hätte knacken können.

asa/dpa/Reuters