Haftstrafe: Koks in Gartenzwergen geschmuggelt - DER SPIEGEL
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Haftstrafe Koks in Gartenzwergen geschmuggelt

Eine 52-Jährige ist in Neuseeland zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil sie versucht hat, drei Kilogramm Kokain in Gartenzwergen über die Grenze zu bringen. Die Frau fühlt sich als Opfer skrupelloser Drogenhändler und will in Berufung gehen.
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Wellington - Die aus Südafrika stammende Angeklagte war sich keiner Schuld bewusst: Linda Martin erklärte vor dem Gericht in Auckland, nigerianische Dealer hätten sie hinters Licht geführt. Der Vorsitzende Richter John Priestly bezeichnete diese Behauptung als "naiv" und erklärte, die Frau habe gewusst, mit wem sie es zu tun hat. Allerdings habe er ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Zoll, ihre Gesundheitsprobleme und ihr tadelloses Polizeizeugnis berücksichtigt, so der Richter. Sein Urteil: Knapp achteinhalb Jahre Haft für die fliegende Händlerin.

Martin war vor zwei Jahren am Flughafen von Auckland festgenommen worden, nachdem man das in Gartenzwergen versteckte Rauschgift in ihrem Koffer gefunden hatte. Sie war mit einem falschen Pass nach Neuseeland eingereist, berichtet der neuseeländische "Mail & Guardian". Martins Anwalt hatte geltend gemacht, seine Mandantin habe nicht gewusst, was in dem Koffer war, und sei noch nie in einem Flugzeug geflogen. Er kündigte an, in Berufung gehen zu wollen.

ala/AFP