Haftstrafe: Stieftochter 248-mal vergewaltigt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Haftstrafe Stieftochter 248-mal vergewaltigt

Zwei- bis dreimal pro Woche soll er sich an seiner elfjährigen Stieftochter vergangen haben: Der Metzger aus Aalen in Baden-Württemberg muss deshalb für neun Jahre und acht Monate in Haft. Das Gericht wertete sein Geständnis positiv.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ellwangen - Insgesamt soll der 40-Jährige das kleine Mädchen 248-mal vergewaltigt haben: Die Kammer des Landgerichts Ellwangen vermerkte dennoch positiv, dass der Metzger die Taten gestanden und seiner Stieftochter damit eine Aussage vor Gericht erspart hatte.

"Es ist nicht einfach, sich zu so etwas zu bekennen", sagte der Vorsitzende Richter. Ob der gewalttätige Mann nach der Haft in Sicherungsverwahrung kommt, soll erst später entschieden werden. Bei der Beweisaufnahme hatte der Richter erklärt: "Die Zeiten sind schlecht für Leute, die Kinder missbrauchen. Ganz schlecht."

Der 40-Jährige soll die Stieftochter über drei Jahre hinweg immer wieder missbraucht haben. "Sie haben ihr die Kindheit gestohlen", sagte die Staatsanwältin. Der Mann soll dem Mädchen zudem gedroht haben, es umzubringen, falls es jemandem von dem Missbrauch erzähle. Nach seinen Angaben soll die Mutter des Kindes von den Vorgängen gewusst, aber aus Angst geschwiegen haben.

Der Mann muss laut Urteil für neun Jahre und acht Monate in Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte elf Jahre Haft gefordert, der Verteidiger plädierte für sieben Jahre Haft.

jjc/dpa