Silvester Hamburg erhöht Polizeipräsenz auf der Reeperbahn
Polizisten auf der Reeperbahn in Hamburg (Archivbild)
Foto: Axel Heimken/ dpaIn der Silvesternacht wird die Hamburger Polizei die Anzahl ihrer Beamten im Stadtteil St. Pauli um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. 530 Polizisten würden rund um die Reeperbahn, an den Landungsbrücken und am Jungfernstieg im Einsatz sein, teilte die Polizei mit.
Die Zahl der zivilen Einsatzkräfte werde verdreifacht. In der vergangenen Silversternacht war es in Hamburg zu massenhaften sexuellen Übergriffen auf junge Frauen gekommen.
Diesmal will die Polizei deutlich präsenter sein. Die uniformierten Beamten sollen gelbe reflektierende Warnwesten mit dem Aufdruck "Polizei" tragen. In der Nähe der Großen Freiheit will die Polizei einen sogenannten Power-Moon installieren, mit dem die Straße ausgeleuchtet wird. Am Jungfernstieg werden weitere Lichtmasten aufgestellt, um den Alsteranleger zu erhellen.
Bodycams und Wasserschutzpolizei
Am Beatles-Platz soll eine mobile Wache mit drei Beamten als Anlaufpunkt dienen. Dieser Bereich werde auch mit stationären Videokameras überwacht, sagte ein Polizeisprecher.
Sollte es im Gedränge dort oder an anderen Stellen zu brenzligen Situationen kommen, werde die Polizei auch mobile Kameras und Bodycams einsetzen. Absperrgitter stünden bereit, um den Zugang zur Großen Freiheit zu begrenzen. Auch der Zustrom von Besuchern an den Landungsbrücken könne auf diese Weise reguliert werden.
Sowohl auf der Elbe als auch der Alster wird die Wasserschutzpolizei das Geschehen von Booten aus im Auge behalten. Die Bundespolizei soll an den S-Bahnhöfen Präsenz zeigen. Mit den Clubbetreibern auf St. Pauli und den Sicherheitsdiensten seien bereits Handlungsempfehlungen abgesprochen worden, hieß es.
Das Social-Media-Team will die Öffentlichkeit über Twitter über den Einsatz informieren. In einem Flyer ruft die Polizei Partygäste auf, ihr Verhalten in großem Gedränge vorher abzusprechen.
Die Einsatzkonzeption orientiert sich den Angaben zufolge an den Empfehlungen einer Bund-Länder-Gruppe, die in Folge der Silvester-Ereignisse im vergangenen Jahr ihre Arbeit aufgenommen hatte.