Anschlag mit Handgranate Angeklagte müssen teils mehrere Jahre in Haft
Tatort in Villingen-Schwenningen (Archiv)
Foto: Thomas Niedermueller/ Getty ImagesIm Januar sollen zwei Männer eine Handgranate auf das Gelände einer Asylunterkunft in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) geworfen haben. Am Freitag hat das Landgericht Konstanz die beiden wegen versuchten Mordes zu drei Jahren beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Vier weitere Angeklagte mussten sich ebenfalls vor Gericht verantworten.
Das Geschoss war am Wachcontainer des Flüchtlingsheims aufgeschlagen, aber nicht explodiert. Niemand wurde verletzt. Ein weiterer Beschuldigter soll die Männer zu der Tat angestiftet haben und muss deshalb ebenfalls eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verbüßen.
Zwei Angeklagte mussten sich wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffengesetz verantworten und erhielten Bewährungsstrafen. Der sechste Beschuldigte wurde freigesprochen: Die Staatsanwaltschaft sah in ihm den eigentlichen Drahtzieher des Anschlags, konnte es ihm aber nicht nachweisen.