Hannover: Kinderporno-Verdacht gegen Bundespolizisten - DER SPIEGEL
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Hannover Bundespolizist unter Kinderporno-Verdacht

Ein Hannoveraner Bundespolizist soll auf der Wache am Hauptbahnhof Flüchtlinge misshandelt haben. Nun ermittelt nach Informationen des SPIEGEL die Staatsanwaltschaft auch wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie gegen den Beamten.
Wache der Bundespolizei in Hannover: Ermittlungen gegen Beamte
Wache der Bundespolizei in Hannover: Ermittlungen gegen Beamte

Wache der Bundespolizei in Hannover: Ermittlungen gegen Beamte

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihre Ermittlungen gegen einen Bundespolizisten ausgeweitet, der auf einer Wache am Hauptbahnhof Migranten gequält haben soll. Neben den Vorwürfen der Körperverletzung im Amt und des unerlaubten Waffenbesitzes ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Bei einer Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei im Mai mehrere Datenträger, auf einem war verdächtiges Material gespeichert. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge bestätigte den Verdacht: "Wir prüfen, ob es eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden kann."

Der Polizist will sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Anfang Mai hatten Kollegen der Bundespolizei Anzeige gegen ihn erstattet. Via WhatsApp soll er damit geprahlt haben, wie er auf der Wache am Bahnhof mit Ausländern umgesprungen sei; nicht alle Vorwürfe haben sich bisher bestätigt.

Neben dem Fall in Hannover sollen Bundespolizisten in den vergangenen fünf Jahren in bis zu sechs weiteren Fällen Migranten misshandelt oder erniedrigt haben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Ulla Jelpke hervor. Entsprechende Vorwürfe stünden im Bereich der Bundespolizeidirektionen Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart und Pirna im Raum.