"Hells Angels": Polizei nimmt elf Verdächtige fest - DER SPIEGEL
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"Hells Angels" Polizei nimmt elf Verdächtige fest

Großrazzia gegen den Motorradclub "Hells Angels": In vier Bundesländern sind elf Mitglieder des berüchtigten Vereins festgenommen worden. Bei den Durchsuchungen wurden zudem Drogen, Waffen und Bargeld sichergestellt.
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Kassel - An der Polizeiaktion in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen waren laut Staatsanwaltschaft Kassel knapp 500 Polizisten beteiligt, darunter auch Angehörige des Bundeskriminalamts und von Spezialeinheiten.

Wie Oberstaatsanwalt Manfred Jung berichtete, werden den "Hells Angels" unter anderem schwerer Raub, Drogendelikte sowie Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Bei der Staatsanwaltschaft Kassel seien mehrere Ermittlungsverfahren gegen Mitglieder des Kasseler Chapters der "Höllenengel" anhängig. Im Zuge der Razzia wurden insgesamt 24 Häuser und Wohnungen durchsucht.

Polizei und Staatsanwaltschaft gaben keine weiteren Einzelheiten bekannt und verwiesen auf die bis in die Nachmittagsstunden laufenden Polizeimaßnahmen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wurden bei der Razzia unter anderem Pistolen und Gewehre sichergestellt sowie Gegenstände zur Herstellung und Verarbeitung von Rauschgift. Es habe bei der Polizeiaktion keine Zwischenfälle gegeben.

Die "Hells Angels" hatten wegen Raubstraftaten sowie Verwicklung in Drogen- und Waffengeschäfte in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt war es im Mai zu Auseinandersetzungen zwischen "Hells Angels" und der konkurrierenden Rockergruppe "Bandidos" in Nordrhein-Westfalen gekommen. Dabei war am 23. Mai ein 47-jähriges Mitglied der "Hells Angels" in Ibbenbüren erschossen worden.

jdl/AP

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