Hunter Moore festgenommen und angeklagt - DER SPIEGEL
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"Meistgehasster Mann des Internets" FBI nimmt Hunter Moore fest

Hunter Moore zeigte auf seiner Website Nacktfotos, die Männer und Frauen als Rache an Ex-Partnern einschickten. Jetzt ist der 27-Jährige festgenommen worden. Um Bilder zu beschaffen, sollen er und ein Komplize E-Mail-Accounts gehackt haben.
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Los Angeles - Das Konzept von isanyoneup.com war so einfach wie geschmacklos: Anonym konnte jeder Nacktaufnahmen des Ex-Partners einschicken. Betreiber Hunter Moore veröffentlichte die Fotos - ohne Einverständnis der abgebildeten Personen, dafür mit Verweis auf deren Profile in sozialen Netzwerken.

Moore avancierte zum Guru dieser Art von Bloßstellung, für die sich der Name Racheporno etablierte. Juristisch war er nicht angreifbar. Zu dem Zeitpunkt war nach amerikanischem Gesetz ein Betreiber einer Website nicht für deren Inhalt verantwortlich.

Im April 2012 schloss die Seite. Doch nun hat die schmutzige Vergangenheit Moore eingeholt. Ermittler der Bundespolizei FBI nahmen den 27-Jährigen und den zwei Jahre jüngeren Charles E. fest. Der Vorwurf: E. soll auf Anweisung Moores E-Mail-Accounts gehackt haben, um weitere Fotos für isanyoneup.com zu beschaffen. Für die Nacktaufnahmen bezahlte Moore seinen Komplizen, so die Ermittler.

In der Anklageschrift heißt es beispielsweise, im Dezember 2011 habe E. per E-Mail 250 Dollar von Moore verlangt - für Nacktfotos von sechs Männern und sechs Frauen. Am selben Tag soll E. das E-Mail-Konto eines Opfers gehackt und von diesem ein Nacktfoto an Moore geschickt haben.

Auf 13 Seiten sind die Vorwürfe aufgelistet, im Original nachzulesen bei der Zeitschrift "Mother Jones" . Insgesamt sollen E-Mail-Postfächer Hunderter Opfer geknackt worden sein. Bei einer Verurteilung könnten die Männer für mehrere Jahrzehnte ins Gefängnis kommen.

Laut "Guardian" wurde Moore im vergangenen März dazu verurteilt, James McGibney 250.000 Dollar zu zahlen. McGibney ist Gründer der Website "BullyVille" , die sich gegen Mobbing engagiert. Moore hatte behauptet, McGibney sei pädophil, nachdem dieser Moores Website gekauft und geschlossen hatte.

ulz