Im Keller vergraben: Mieter entdeckt drei Babyleichen - DER SPIEGEL
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Im Keller vergraben Mieter entdeckt drei Babyleichen

Grausiger Fund in Innsbruck: Bei Umbauarbeiten im Keller eines Mietshauses entdeckte ein Bewohner die stark verwesten Leichen von mindestens drei Babys. Wie die dort hinkamen, ist bisher völlig ungeklärt. Auch Hinweise auf die Eltern oder die Täter fehlen.
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Innsbruck - Bei Umbauarbeiten in einem Haus im Innsbrucker Stadtteil Wilten sind am Freitag die stark verwesten Leichen von mindestens drei Babys entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei war ein Mieter des Hauses am Freitag bei Arbeiten im Keller zunächst auf zwei Leichen gestoßen. Am Abend machte die Polizei dann den dritten schockierenden Fund, teilte ein Polizeisprecher mit.

Zu dem Kellerabteil hätten alle Hausbewohner Zugang gehabt, hieß es weiter. Der Mieter habe am Freitagnachmittag den Kellerboden aufgegraben und dabei zwei in Plastiksäcke eingepackte Leichen von Jungen gefunden. Er alarmierte die Polizei, die im Zuge der Ermittlungen ein weiteres vergrabenes Kind entdeckte. "Bei diesem wissen wir noch nicht, ob es sich um einen Buben oder ein Mädchen handelt. Der Leichnam war schon zu stark verwest. Das muss der Obduktionsbericht klären und das kann mehrere Tage dauern", teilte Walter Pupp, Chef des Landeskriminalamts Innsbruck, mit.

Wer sind die Eltern?

Die Ermittlungen dauerten an. Zwei Beamte bewachten den Eingang des dreistöckigen Hauses gegenüber der Bundes-Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik im Innsbrucker Stadtteil Wilten. Ungeklärt ist bisher, wer die Eltern der Kinder sein könnten, ob die Kinder tot zur Welt gekommen sind oder absichtlich getötet wurden, wer genau alles Zugang zu dem Kellerabteil gehabt hatte und wie lange die Babys schon vergraben waren.

Die Ergebnisse der Autopsie werden voraussichtlich erst in einigen Tagen vorliegen. Kriminalamtschef Walter Pupp geht davon aus, dass die Babys vermutlich schon mehrere Jahre in dem Keller vergraben lagen.

Der Fall ähnelt einem vor zwei Jahren in Graz (Steiermark) aufgedeckten Verbrechen. Im Mai 2005 hatte dort der Bewohner eines Mehrfamilienhauses in einer Tiefkühltruhe im Keller zunächst ein Babyleiche gefunden. Bei der weiteren Durchsuchung entdeckte die Polizei drei weitere Leichen von Neugeborenen. Die 33-jährige Mutter, die ihre Babys bei der Geburt oder unmittelbar danach getötet hatte, wurde inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihr Lebensgefährte muss für 15 Jahre ins Gefängnis.

pat/AP/dpa