Itzehoe 21-Jähriger gesteht zweifachen Mord
Itzehoe - "Sie war attraktiv, aber ich wollte keinen Sex mit ihr", sagte der 21-jährige Stefan B. vor dem Landgericht Itzehoe. Der Mann soll zudem einen Autofahrer im August 2006 nahe Wesselburen in Schleswig-Holstein "aus Frust" auf offener Straße durch fünf gezielte Schüsse getötet haben.
Nach dem Mord an der Schülerin im Jahr 2004 habe er sich zuhause ins Bett gelegt und knapp acht Stunden geschlafen. "Ich habe aber schlecht geträumt", sagte er auf Frage des Vorsitzenden Richters. Die Mordkommission war dem Arbeiter nach der zweiten Bluttat auf die Spur gekommen. Der Mann hatte bereits in der Untersuchungshaft auch den Mord an der 15-Jährigen gestanden.
Er hat die Taten mit Wut und Frust über erlittene Demütigungen begründet. Es hätte auch jeden anderen treffen können, sagte der Mann. Als die Schülerin in seinem Auto saß, habe er einen "Tunnelblick bekommen". Ihm seien Bilder von Hänseleien, Prügeleien und Streitereien in der Familie vor Augen gekommen. Die Tötung der Schülerin habe er nicht geplant.
Unklar ist bislang, ob Stefan B. nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird. Grund dafür ist, dass er zum Zeitpunkt der ersten Tat noch Heranwachsender war. Mit einem Urteil wird Mitte März gerechnet.
jto/ddp/dpa