Kanada: Oberst gesteht Frauenmorde - DER SPIEGEL
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Kanada Oberst gesteht Frauenmorde

Mehrere mysteriöse Verbrechen in Kanada stehen offenbar vor der Aufklärung: Ein angesehener Oberst der Luftwaffe hat die Morde an zwei Frauen und weitere Sexualdelikte eingeräumt. Der Pilot flog früher Mitglieder des britischen Königshauses und hochrangige Politiker.
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Ottawa - Die Zeitung "Globe and Mail" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Justizkreise, dass der frühere Kommandeur der Luftwaffenbasis Trenton im Bundesstaat Ontario nach seiner Festnahme am Sonntag ein ausführliches Geständnis abgelegt hat.

Demnach gab der 46-jährige Mann zu, im vergangenen November eine ihm unterstellte 38-jährige Unteroffizierin und im Januar eine 27-jährige Frau umgebracht zu haben. Darüber hinaus habe er gestanden, zwei Frauen in ihren Häusern überfallen und nackt fotografiert zu haben. Außerdem habe er Unterwäsche und andere persönliche Gegenstände seiner Opfer mitgenommen.

Der Offizier Russel Williams habe sein Geständnis präzise wie einen Militärbericht abgelegt, berichtete die "Globe and Mail" auf ihrer Internetseite. Die Ermittler hoffen den Angaben zufolge, Fotos der Opfer auf dem beschlagnahmten Computer als Beweismittel zu finden. Angesichts des umfangreichen Geständnisses gehe die Polizei nicht mehr davon aus, dass der Oberst in weitere nicht aufgeklärte Fälle in der Region verwickelt sei.

Die Polizei war dem hochrangigen Militär auf die Spur gekommen, als sie dem Verschwinden der 27-jährigen Jessica Lloyd nachging. Die Ermittler fanden Berichten zufolge im Schnee vor dem Haus des Opfers ungewöhnlich breite Reifenspuren und richteten daraufhin auf einer nahegelegenen Straße einen Kontrollpunkt ein. Dabei stellten sie fest, dass die Spuren zu dem Geländewagen des Offiziers passten.

Der Kommandeur war in der Vergangenheit wiederholt versetzt worden und zeitweilig als Pilot tätig. Er flog unter anderem Mitglieder des britischen Königshauses und kanadische Regierungsmitglieder. Die Luftwaffenbasis in Trenton leitete er seit mehr als einem Jahr, dann wurde er wegen der Vorwürfe abgelöst.

jdl/AFP

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