Karl Dall: Staatsanwaltschaft fordert Bewährungsstrafe - DER SPIEGEL
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Vorwurf der Vergewaltigung Staatsanwalt fordert Bewährungsstrafe für Karl Dall

Die Staatsanwaltschaft hält an dem Vorwurf der Vergewaltigung gegen Karl Dall fest - und fordert eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Dabei hat sie offenkundig selbst Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers.
Karl Dall (Archivbild): Steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht
Karl Dall (Archivbild): Steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht

Karl Dall (Archivbild): Steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht

Foto: Marcus Brandt/ picture alliance / dpa
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Zürich - Im Vergewaltigungsprozess gegen Comedy-Star Karl Dall hat die Staatsanwaltschaft eine Strafe von zwei Jahren Haft auf Bewährung gefordert. Dall sei wegen Vergewaltigung und versuchter Nötigung schuldig zu sprechen, sagte die Anklagevertretung vor dem Bezirksgericht Zürich-Limmat. Sie wirft dem Entertainer vor, eine Schweizer Journalistin im September 2013 in einer Hotelsuite in Zürich zum Sex gezwungen zu haben.

Die Glaubwürdigkeit der Frau, die in dem Prozess auch als Privatklägerin auftritt, erscheine zwar nicht besonders groß, räumte der Staatsanwalt ein. Zudem stehe Aussage gegen Aussage. Dies mache aber eine Vergewaltigung "nicht von Anfang an unmöglich". Die Aussagen der Frau bei ihrer polizeilichen Vernehmung seien zudem durchaus plausibel.

Die Verteidigung forderte einen Freispruch für den Entertainer. Es könne nach Prüfung aller Aussagen und Indizien keinen Zweifel an der Unschuld des Angeklagten geben, sagte Dalls Anwalt.

Zu Beginn des Prozesses hatte die Klägerin ihre Version der Geschichte noch einmal wiederholt. Dall wies indes alle Vorwürfe zurück. Es sei zwischen ihm und der Klägerin niemals zu sexuellen Handlungen gekommen, sagte der 73-Jährige. Die rund 30 Jahre jüngere Journalistin hatte ihn vor einem Jahr angezeigt.

Dall hatte die Frau im Zusammenhang mit einem Interview kennengelernt. Die Polizei nahm ihn Anfang November 2013 nach einem Auftritt in St. Gallen fest, er saß vier Tage in Untersuchungshaft. Laut Schweizer Medien ist die Frau mehrfach als Stalkerin in Erscheinung getreten. Sie soll Schweizer Politiker und Schauspieler ebenso verfolgt haben wie die Schlagerstars Udo Jürgens und Jürgen Drews.

jbe/dpa/AFP