Keegan Allen beim Einkaufen überfallen und geschlagen - DER SPIEGEL
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»Pretty Little Liars«-Star Keegan Allen beim Einkaufen überfallen und geschlagen

Mit blutüberströmtem Gesicht schildert Keegan Allen den Schockmoment: Zwei maskierte Männer bedrohen ihn mit Messer und Pistole – mitten in West Hollywood. Nun hofft er auf Hilfe von einem umstrittenen System.
TV-Star Keegan Allen: In »Pretty Little Liars« spielte er die Rolle des Toby Cavanaugh
TV-Star Keegan Allen: In »Pretty Little Liars« spielte er die Rolle des Toby Cavanaugh

TV-Star Keegan Allen: In »Pretty Little Liars« spielte er die Rolle des Toby Cavanaugh

Foto: Nina Prommer / EPA / dpa

Der aus der Mysteryserie »Pretty Little Liars« bekannte Schauspieler Keegan Allen berichtet, Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden zu sein. Zwei junge Männer hätten ihn mit einer Pistole ins Gesicht geschlagen und ihm seine Uhr gestohlen, sagte Allen am Donnerstag in einem Instagram-Video. In der Aufnahme ist sein Gesicht blutüberströmt. In der Serie spielte Allen von 2010 bis 2017 die Rolle des Toby Cavanaugh.

Der Überfall habe sich auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Stadtteil West Hollywood in Los Angeles ereignet, berichtete Allen. Die beiden maskierten Männer hätten ihn mit einem Messer und einer Pistole bedroht. In dem Video ist zu hören, wie Allen jemanden auffordert, die Polizei zu rufen. Im Text zu seinem Video schreibt er: »West Hollywood ist nicht mehr sicher«.

Dem TV-Sender ABC zufolge  teilte das Los Angeles County Sheriff’s Department mit: »Ein Verdächtiger richtete eine silberne Pistole auf das Opfer, während der andere ein Messer auf es richtete und die Uhr sowie das Armband des Opfers forderte.« Kurz darauf sei das Opfer mit der Pistole geschlagen worden. In Allens Instagram-Post scheint diese Szene zu sehen zu sein. Möglicherweise handelt es sich um die Aufnahme einer Überwachungskamera des Supermarktes. Unklar ist, wie diese Aufnahme in Allens Selfievideo montiert wurde.

Einen Hinweis gibt der Schauspieler in seinem Instagram-Post: »Hoffen wir, dass diese Flock-Kameras, von denen @karenbassla, @gavinnewsom und andere glauben, dass sie die Kriminalität stoppen, diese äußerst gefährlichen Kriminellen aufspüren können.«

Allen verweist damit auf umstrittene Überwachungskameras der Firma Flock, die zu Zehntausenden in den USA montiert sind, um Kfz-Kennzeichen zu scannen. Die in seinem Post genannte Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, ist allerdings eine scharfe Kritikerin der Technik. Im August sagte sie, Flock habe »das Vertrauen der Einwohner von Los Angeles und der Menschen im ganzen Land verloren«, weil das Unternehmen die aufgezeichneten Daten mit der Trump-Regierung teile, die sie zur Jagd auf illegale Einwanderer nutze.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hingegen gehört zu den Befürwortern der Flock-Technik. Vor einem Jahr hatte er per Veto ein Gesetz gestoppt, das den Einsatz der Kameras in seinem Bundesstaat stärker regulieren sollte .

In vielen Gegenden der USA regt sich Widerstand gegen Flock-Kameras. Teils sabotieren Kritiker die Kameras mit Käse, es gab aber auch schon Fälle, bei denen die Geräte mit Schrotflinten beschossen wurden. Mehr über die Kontroverse um die automatisierten Kennzeichenerfassungssysteme lesen Sie in diesem Artikel .

mak/dpa