Kiel: Proben für den Terror-Ernstfall
Simulation in Kiel Üben für den Terror-Ernstfall
In Kiel hat die Polizei die nach eigenen Angaben bislang bundesweit größte Anti-Terror-Übung im öffentlichen Raum abgeschlossen. Etwa 1500 Teilnehmer - Polizisten, Rettungskräfte und Opferdarsteller - waren an der Übung "Pandora" beteiligt.
Bei der Übung ging es um drei fiktive Anschlagsszenarien. Zuerst wurde auf dem Flughafen Kiel-Holtenau der Überfall auf den Geburtstagsempfang des britischen Konsuls in einem Hotel simuliert. Dieses Szenario spielte im Empfangsgebäude des Flughafens. Drei Täter mit Schusswaffen und Handgranaten richteten laut Übung ein Blutbad mit Toten und Verletzten an.
Funkstreifenwagen rasten mit Blaulicht zum Einsatzort, den schließlich schwer bewaffnete Sondereinsatzkommandos sicherten, bevor Rettungskräfte sich um die Opfer kümmerten. Die Übung wurde mit zwei weiteren Szenarien fortgesetzt: einem fiktiven Anschlag auf einen öffentlichen Bus und einer fiktiven Geiselnahme in einem Verlag.
Kiel: Proben für den Terror-Ernstfall
"Wir bereiten uns vor auf das, was möglichst nicht passiert, aber jederzeit passieren kann", sagte Landespolizeidirektor Ralf Höhs. Die Polizei wolle ihre taktischen Einsatzkonzepte auf Herz und Nieren prüfen. Ziel sei es auch, das Zusammenspiel von Polizei und Rettungskräften optimal zu gestalten sowie in der Führungszentrale schnelle Entscheidungsabläufe sicherzustellen