Kinderpornos: US-Fahnder heben internationales Netz aus - DER SPIEGEL
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Mehr als 250 Opfer US-Fahnder heben internationalen Kinderporno-Ring aus

27.000 Verdächtige, 2000 Videos und mehr als 250 Opfer: Die Behörden in den USA haben ein internationales Kinderporno-Netzwerk identifiziert und bereits 14 Verdächtige festgenommen. Unter ihnen ist der 27 Jahre alte Betreiber der Webseite.
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Washington - US-Fahnder haben einen der bislang größten internationalen Kinderporno-Ringe im Internet ausgehoben. 14 Verdächtige seien festgenommen und angezeigt worden, der Ring habe 27.000 Kunden gehabt und mehr als 250 Kinder und Jugendliche ausgebeutet, teilten die Behörden am Dienstag mit. Bei den meisten Opfern habe es sich um Jungen von 10 bis 17 Jahren gehandelt, die zu sexuellen Handlungen vor Webcams gedrängt worden seien. Demnach wurden 2000 Videos über das Netz ausgetauscht.

Die Organisation sei "eine der größten bekannten Vereinigungen zur Ausbeutung von Kindern im Internet in der Geschichte" gewesen, sagte Heimatschutzminister Jeh Johnson. In die Fänge der Pädophilen gerieten Kinder aus 39 US-Bundesstaaten, aber auch aus Großbritannien, Belgien, Neuseeland, Australien und Kanada. "Tatsache ist, dass viele andere Kinder noch in Gefahr sind", so Jeh Johnson.

Die Website operierte von Juni 2012 bis Juni 2013 in den verborgenen Weiten des Tor-Netzwerks, das seinen Nutzern Anonymität ermöglicht.

Der Netzwerk-Administrator wurde bereits im vergangenen Juni festgenommen. Dem 27-jährigen US-Bürger aus Louisiana droht bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren oder sogar eine lebenslange Haft. Die Ermittlungen über alle Kunden des Netzwerks dauern an.

mia/AFP/Reuters