Kindesmisshandlungen Chronik des Schreckens
Januar 2005: Bei einer Zwangsräumung in Düsseldorf wird der Tod der dreijährigen Pervin bekannt. Sie war im Oktober 2002 verhungert. Urteil: Sieben Jahre Haft.
März 2005: Die siebenjährige Jessica aus Hamburg verhungert qualvoll. Die arbeitslosen Eltern hatten ihre Tochter in einem dunklen, ungeheizten Zimmer wie eine Gefangene gehalten. Sie müssen lebenslang hinter Gitter.
Februar 2006: In Schlagenthin (Sachsen-Anhalt) wird die verweste Leiche des zweijährigen Benjamin eingewickelt in eine Plastiktüte auf dem elterlichen Grundstück gefunden. Der Junge soll im Frühjahr 2005 verhungert sein.
Februar 2006: Die Eltern des kleinen Dennis, dessen Leiche zweieinhalb Jahre lang in einer Kühltruhe versteckt war, müssen lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Cottbus spricht die 44 Jahre alte Mutter und ihren 38 Jahre alten Mann schuldig.
Oktober 2006: Der zweieinhalb Jahre alte Kevin aus Bremen wird tot im Kühlschrank seines Ziehvaters entdeckt.
Dezember 2006: Der knapp zehn Monate alte Leon aus Sömmerda in Thüringen wird tot in der Wohnung seiner Mutter gefunden, die ihn und seine zweijährige Schwester Lena tagelang allein gelassen hatte. Lena übersteht das Martyrium trotz akuten Flüssigkeitsmangels.
jto/dpa