Kindstötung 15-Jährige durch DNA-Test entlarvt
Neubrandenburg - Die Schülerin habe gestanden, das Kind im März in der elterlichen Wohnung in Malchow zur Welt gebracht und es unmittelbar danach mit einer Babydecke erstickt zu haben, teilte die Polizeidirektion Neubrandenburg am Dienstag mit. Die Leiche versteckte sie in einer Plastiktüte in einer öffentlichen Grünanlage, wo sie fünf Wochen später von einer Spaziergängerin entdeckt wurde.
Anschließend suchte die Polizei nach der Mutter des getöteten Babys und forderte dazu 1483 Frauen im Alter zwischen 14 und 45 Jahren aus der Region zur Abgabe einer Speichelprobe für einen DNA-Test auf. Die 15-Jährige nahm daran freiwillig teil. Nachdem sie mit dem positiven Ergebnis des Tests konfrontiert wurde, legte sie ein Geständnis ab.
Wer der Vater des Babys ist, wollte die Schülerin nicht angeben. Sie hatte ihre Schwangerschaft offenbar durch geschickte Kleidung monatelang kaschiert. Ob auch ihre Eltern nichts von der Schwangerschaft ahnten, war zunächst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags.
fok/AFP