Knochenfund: Mordfall nach 28 Jahren aufgeklärt - DER SPIEGEL
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Knochenfund Mordfall nach 28 Jahren aufgeklärt

1989 verschwand Birgit Meier aus dem Landkreis Lüneburg spurlos. Jetzt fanden Ermittler Knochenreste der damals 41-Jährigen. Der Fall scheint aufgeklärt.
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In einem Randbezirk der niedersächsischen Stadt Lüneburg haben Ermittler Knochen gefunden. Wie die Hamburger Polizei bestätigte, wurden die menschlichen Überreste auf dem Grundstück nahe Adendorf entdeckt, das einst einem Tatverdächtigen im Vermisstenfall Birgit Meier gehört hat.

Der Verdächtige ist seit mehr als 20 Jahren tot. Zum Tatzeitpunkt war der Friedhofsgärtner 40 Jahre alt. Er soll das Opfer gekannt und damals in seine Gewalt gebracht haben. Er beging 1993 Selbstmord, als er wegen anderer Vorwürfe in Haft saß.

Kurt-Werner W. war schon kurz nach dem Verschwinden der Frau ins Visier der Ermittler geraten. Mehrmals wurde das Grundstück von der Polizei abgesucht - ohne Erfolg. Doch Meiers Bruder, der ehemalige Leiter des Landeskriminalamts Hamburg Wolfgang Sielaff, gab nie auf und ermittelte privat weiter.

Der Bruder des Opfers und ehemalige Leiter des LKA Hamburg, Wolfgang Sielaff (Archivfoto)

Der Bruder des Opfers und ehemalige Leiter des LKA Hamburg, Wolfgang Sielaff (Archivfoto)

Foto: Ulrich Perrey/ dpa

Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtete, wurden zunächst zwei kleine Fußknochen gefunden, die von einer Expertin aus dem Team des bekannten Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel identifiziert wurden.

Die Gebeine befanden sich demnach in einer Kfz-Grube in der Garage. Im April dieses Jahres hatten die neuen Hauseigentümer die Grube entdeckt, die mit Bohlen abgedeckt war. Sielaff fand heraus, dass der Boden darunter offenbar aufgebrochen und wieder zubetoniert worden war. Es war die Stelle, an der Birgit Meier vergraben worden war.

Polizeibeamte und Rechtsmediziner förderten das gesamte Skelett der Vermissten zutage. "Nach dem vorläufigen Befund der Rechtsmedizin Hamburg ist insbesondere mit Abgleich des seinerzeit ermittelten Zahnstatus davon auszugehen, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste von Frau Meier handelt", sagte ein Sprecher.

Der Knochenfund wirft Fragen auf. Der Friedhofsgärtner könnte zahlreiche weitere Morde an Frauen nicht nur im Raum Lüneburg begangen haben.

ala/dpa