Neue Eskalationsstufe Kolumbien erlaubt Luftschläge gegen Drogenkartelle
Hubschrauber in Kolumbien
Foto: Fernando Vergara/ APDie kolumbianische Regierung will Kampfflugzeuge gegen das organisierte Verbrechen einsetzen. Der Senat hat Luftangriffe und andere Militäreinsätze gegen die drei größten Kartelle, den Úsuga-Clan, die Los Pelusos und die Los Puntilleros bewilligt, wie Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas mitteilte.
Durch die Direktive erreicht der Kampf gegen die Kriminalität eine neue Eskalationsstufe - bisher waren Militäreinsätze im Inland nur gegen linksgerichtete Guerillagruppen zulässig.
Die drei Kartelle, gegen die nun auch Luftangriffe geflogen werden können, werden laut der Regierung als "organisierte bewaffnete Gruppen" eingestuft. Die Begründung von Villegas: Sie nutzen Lager, verfügen über schwere Waffen und tragen Uniformen. Einer Regierungsquelle zufolge sind neben Luftangriffen auch Einsätze von Spezialkräften, Scharfschützen und Artillerie sowie Angriffe aus Hinterhalten autorisiert.