Drogen-Rekordfund in Kolumbien Spürhund entdeckt Koks in Gummigranulat
4928 Kilogramm Kokain haben Ermittler der kolumbianischen Drogenpolizei im Hafen von Buenaventura sichergestellt. Ein Spürhund habe das Rauschgift während einer Kontrolle von zwei Frachtcontainern mit Gummigranulat entdeckt, berichteten kolumbianische Medien.
Den Behörden zufolge sollte die Fracht über Mittelamerika in die Türkei gehen. Das Kokain hatte demnach einen Wert von geschätzt 265 Millionen Dollar (rund 234 Millionen Euro), schrieb Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo in einem Tweet.
Das südamerikanische Land ist einer der weltgrößten Produzenten von Kokain. Laut Erhebungen der US-Regierung wurde dort im vergangenen Jahr auf 2120 Quadratkilometern Koka angebaut, gegenüber 2080 Quadratkilometern im Jahr 2018.
Weder der Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc, die sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern finanzierte, noch die Coronakrise haben den großflächigen Anbau von Koka in Kolumbien stoppen können. Im Gegenteil: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die kolumbianischen Sicherheitskräfte laut einem Bericht der Zeitung "El Tiempo" bereits rund 180 Tonnen Kokain beschlagnahmt - acht Prozent mehr als in dem Vorjahreszeitraum.
Kokain in Ananas - über Hamburg nach Polen
Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass polnische Drogenfahnder Kokain im Rekordwert von 670 Millionen Euro beschlagnahmt haben. Die Schmuggelware sei von Ecuador über Deutschland nach Polen geliefert worden, teilte Regierungschef Mateusz Morawiecki mit. Das Kokain war in Barren von gefrorenem Ananas-Fruchtfleisch versteckt.
Laut Angaben des polnischen Grenzschutzes wurden die Drogen den Ermittlungen zufolge Ende vergangenen Jahres von Ecuador in den Hamburger Hafen geschifft. Von dort ging es über die Straße weiter nach Gdingen (Gdynia) in Nordpolen. Es wurden drei Verdächtige im Alter von 64 bis 71 Jahren festgenommen, die in der Nähe der Hafenstadt leben.