San Francisco: Kunstdieb ohne Fortune
Kunstraub Polizei schnappt Picasso-Dieb
San Francisco - Ein Versuch war es dem 31-Jährigen offenbar wert: Ein Kunsträuber, der mit der Diebstahlstrategie "reingehen, wegnehmen, losfahren" Schlagzeilen machte, wurde geschnappt. Wie erst am Donnerstagabend bekannt wurde, nahm die Polizei den Täter bereits am Mittwoch in einer Wohnung im kalifornischen Napa fest. Das Kunstwerk hatte er bereits aus dem Rahmen entfernt.
Der Mann hatte am Dienstagnachmittag ein 200.000 Dollar teures Picasso-Gemälde aus der Galerie Weinstein geklaut, in der auch Bilder von Salvador Dali und Marc Chagall hängen. Seine Strategie war alles andere als aufwendig: Er spazierte einfach während der Öffnungszeiten in die Galerie, klemmte sich die Picasso-Zeichnung "Tête De Femme" unter dem Arm und schlenderte hinaus.
Schlecht für den Täter, dass die Überwachungskamera eines gegenüberliegenden Restaurants ihn dabei filmte. Gut für die Polizei, denn das Video habe eine "Schlüsselrolle" für die Verhaftung gespielt, sagt Polizei-Chef Greg Suhr.
Der Mann war laut Polizei bei Freunden zu Besuch in der Stadt. Warum er das Gemälde klaute, ist noch unklar. Die Polizei vermutet, dass er das gestohlene Bild verkaufen wollte. Galeriebesitzer Roland Weinstein sagte allerdings, das Bild sei so selten, dass der Käufer es nie jemandem hätte zeigen können. Der Dieb habe vielleicht einen speziellen Käufer gehabt oder einfach nicht nachgedacht, so Weinstein.
Weinstein kündigte an, das Alarmsystem in seiner Galerie so schnell wie möglich aufzurüsten. Sicher ist sicher.