Leipzig: Fahrgast rastet aus - IC muss evakuiert werden - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Leipzig IC nach Ausraster eines Fahrgastes evakuiert

In Leipzig ist ein Zug geräumt worden, nachdem ein Fahrgast ausgerastet ist und gedroht haben soll, sich in die Luft zu sprengen. Die Polizei geht derzeit nicht von einer Terrorlage aus.
Polizeieinsatz in Leipzig
Polizeieinsatz in Leipzig

Polizeieinsatz in Leipzig

Foto: Sebastian Willnow/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein IC ist in Leipzig nach Drohungen eines Fahrgastes gestoppt und komplett geräumt worden. Der Mann soll verwirrt und aggressiv gewirkt haben, sagte ein Polizeisprecher. Eine Augenzeugin berichtete SPIEGEL ONLINE, der Mann habe gedroht, sich in die Luft zu sprengen. Die Polizei machte zu der genauen Aussage des Mannes bislang noch keine Angaben, einen Terrorverdacht gebe es aber nicht. Inzwischen wurde der 41-Jährige festgenommen.

Das Bahn-Personal hatte den Zug geräumt und den Mann in einem Abteil eingeschlossen. Die Polizei versuche nun, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen und ihn zu beschwichtigen. "Wir haben derzeit eine statische, gut beherrschbare Lage", sagte ein Sprecher. Spezialkräfte des Kriseninterventionsteams seien angefordert worden.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Bahnhof Leipzig-Messe im Einsatz, der Betrieb von Fernzügen und der S-Bahn-Verkehr kam zum Erliegen. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt. Wie ein Sprecher der Bahn sagte, "stapelten" sich die Züge vor dem Leipziger Hauptbahnhof.

Der Fahrgast sei am Leipziger Hauptbahnhof in den IC 2302 in Richtung Berlin gestiegen, hieß es von der Polizei. Am Bahnhof Messe habe das Zugpersonal die Räumung veranlasst. Wie viele Passagiere in dem betroffenen Zug saßen, blieb zunächst offen. Verletzt worden sei niemand. Detaillierte Angaben zu dem Fahrgast gab es zunächst nicht. Er soll bei einer Fahrkartenkontrolle ausgerastet sein und sich "völlig vergessen haben".

jal/dpa/AFP