Leipzig: Syrische Ausweise weitergereicht - Razzia gegen mutmaßliche Schleuser - DER SPIEGEL
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Razzia in Sachsen Syrische Ausweise weitergereicht – Ermittler gehen gegen mutmaßliche Schleuser vor

Rund tausend Einsatzkräfte haben am Morgen Wohnungen in Leipzig und Umgebung durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht auf organisierte Schleusungen.
Bundespolizisten bei Schleuser-Razzia in Leipzig
Bundespolizisten bei Schleuser-Razzia in Leipzig

Bundespolizisten bei Schleuser-Razzia in Leipzig

Foto: Tobias Junghanns / dpa

Mit einer groß angelegten Razzia ist die Bundespolizei in Leipzig und Umgebung gegen illegale Einreisen vorgegangen. Die Maßnahme richtet sich gegen etwa 50 Männer und Frauen aus Syrien, die ihre echten Ausweise nach Syrien geschickt haben sollen, um ähnlich aussehenden Landsleuten die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Zuvor hatte die »Leipziger Volkszeitung«  berichtet.

Am frühen Morgen durchsuchten Beamte der Bundespolizei zahlreiche Wohnungen und Geschäftsräume in Leipzig. Vereinzelt gab es auch Maßnahmen in umliegenden Städten. Unter den Beschuldigten seien Menschen, die ihre Ausweisdokumente weitergegeben haben sollen, aber auch Syrer, die unerlaubt eingereist sein sollen. Diese werden nach den polizeilichen Maßnahmen an die zuständige Ausländerbehörde übergeben, wie der Sprecher betonte.

Die Masche war demzufolge an Flughäfen aufgefallen, weil die einreisenden Personen nicht mit denen auf den Ausweispapieren identisch waren. Nun gehe es darum, die Hintergründe aufzuklären und ob möglicherweise eine Organisation hinter den Taten stecke, sagte der Sprecher. Dazu werde auch mit der Taskforce »Clan« zusammengearbeitet. An den Durchsuchungen waren den Angaben zufolge rund tausend Einsatzkräfte beteiligt.

wit/dpa