London: 18-Jähriger im Einkaufstrubel erstochen - DER SPIEGEL
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London 18-Jähriger im Einkaufstrubel erstochen

Zwei brutale Taten sorgen in England für Aufregung: In London wurde auf offener Straße ein junger Mann nach einem Streit erstochen. In Manchester hat ein Unbekannter einen indischen Studenten aus nächster Nähe erschossen.
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London - Es war der belebteste Ort der Stadt: Mitten im nachweihnachtlichen Einkaufstrubel ist in London ein 18-jähriger erstochen worden. Der Angriff ereignete sich am zweiten Weihnachtsfeiertag auf der bekannten Shopping-Meile "Oxford Street". Vorangegangen war nach Polizeiangaben ein Streit in einem Sportgeschäft.

Zehn Personen wurden festgenommen. Offenbar seien zwei Gruppen Jugendlicher in eine heftige Auseinandersetzung geraten, sagte Kripo-Chefinspektor Mark Dunne. An Zeugen mangele es nicht: "Das ist wahrscheinlich der betriebsamste Ort im Vereinigten Königreich, am geschäftigsten Einkaufstag", sagte er.

Der zweite Weihnachtstag ist in Großbritannien traditionell der Tag der Schnäppchenjäger. Hunderttausende stürmten am sogenannten Boxing Day auf der Suche nach Sonderangeboten die Geschäfte und sorgten schon in den ersten Stunden für Rekordumsätze.

In Manchester wurde zur gleichen Zeit ein indischer Student von einem Unbekannten ohne erkennbaren Anlass erschossen. Ein rassistisches Motiv werde nicht ausgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher.

Der 23-jährige Anuj Bidve studierte Mikroelektronik an der Universität Lancaster und befand sich mit mehreren Freunden in der Weihnachtspause auf einem Ausflug. In der bei Manchester gelegenen Stadt Salford wurde er nach Polizeiangaben von einem jungen Mann angehalten. Der habe kurz mit ihm gesprochen, dann eine Waffe gezogen und ihn aus nächster Nähe erschossen.

jbr/dapd