Mädchen Maria: Eltern kommen aus Bulgarien - DER SPIEGEL
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DNA-Test Mutter der kleinen Maria gefunden

Die Mutter der kleinen Maria kommt aus Bulgarien, das hat laut dem bulgarischen Innenministerium ein DNA-Test bestätigt. Das Mädchen war in einem griechischen Roma-Lager gefunden worden, sein Schicksal erregte international Aufsehen.
Fall Maria: Leibliche Eltern gefunden
Fall Maria: Leibliche Eltern gefunden

Fall Maria: Leibliche Eltern gefunden

Foto: DPA/ Greek Police
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Hamburg - Die bulgarischen Behörden haben die leibliche Mutter des in Griechenland entdeckten Mädchens Maria ermittelt. DNA-Tests hätten bestätigt, dass die Roma-Frau das Kind zur Welt gebracht habe, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Sofia. Die Frau aus Nikolaewo in Südbulgarien und ihr Partner waren bereits am Donnerstag befragt worden.

Maria war in der vergangenen Woche in einem Roma-Lager in Griechenland gefunden worden. Das Mädchen fiel der Polizei bei einer Kontrolle auf, da es mit heller Haut und blonden Haaren seinen angeblichen Eltern überhaupt nicht ähnlich sah. Einem 39-Jährigen und einer 40-Jährigen, in deren Obhut sich das Mädchen befand, wird Kindesentführung vorgeworfen.

Der Mann und die Frau hatten in getrennten Vernehmungen vor einem Untersuchungsrichter angegeben, das Kind von einer bulgarischen Frau übernommen zu haben. "Es war eine nicht ganz legale Adoption, aber sie fand mit der Einwilligung der Mutter statt", hatte ein Verteidiger gesagt.

Bulgarische Ermittler untersuchen, ob die 35-jährige Mutter das Kind in Griechenland verkauft hatte. Sie bestreitet das. Sie habe das Baby abgegeben, weil sie es sich nicht habe leisten können, das Kind großzuziehen. Die Frau hatte mit ihrem Partner vor Jahren als Olivenpflückerin in Griechenland gearbeitet.

Das Schicksal von Maria erregte internationales Aufsehen. Mehrere Eltern hofften, bei dem fünf bis sechs Jahre alten Mädchen könnte es sich um ihr vermisstes Kind handeln. Auch Interpol hatte sich in die Suche nach den Eltern des Mädchens eingeschaltet.

hut/AFP/AP/dpa/Reuters