Malaysisches Ehepaar ließ Hausangestellte verhungern: Todesstrafe - DER SPIEGEL
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Hausangestellte verhungert Todesstrafe für malaysisches Ehepaar

Weil sie ihre Hausangestellte verhungern ließen, sind ein 58-Jähriger aus Malaysia und seine Frau zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Die beiden sollen der Indonesierin Nahrung und medizinische Hilfe verweigert haben.
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Kuala Lumpur - Ein Ehepaar ist in Malaysia zum Tode verurteilt worden, weil es im Jahr 2011 seine Haushaltshilfe verhungern ließ. Die Strafe soll durch Erhängen vollstreckt werden. Ein Sprecher des Gerichts in Petalin Jaya nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur sagte, die Verurteilten hätten umgehend Berufung angekündigt.

Der 58-jährige Angeklagte und seine zwei Jahre jüngere Frau sind nach Überzeugung des Gerichts verantwortlich für den Tod ihrer indonesischen Angestellten, wie die Zeitung "The Star" berichtet . Sie hätten der 26-Jährigen Essen und medizinische Hilfe verweigert. Die Indonesierin habe zum Schluss nur noch 26 Kilogramm gewogen.

Das Ehepaar hatte die Frau noch ins Krankenhaus gebracht; bei der Ankunft war sie allerdings bereits tot. Den Ermittlern zufolge wies ihr Körper diverse Verletzungen auf. Zuvor hatte die Frau fast zwei Jahre für das Ehepaar gearbeitet.

In Malaysia kommt es immer wieder zu Fällen, bei denen ausländische Hausangestellte von ihren Arbeitgebern misshandelt werden. Mehr als 200.000 solcher Gastarbeiterinnen sind in dem Land angestellt.

rls/dpa/AP