Mexiko: Mindestens zehn Tote bei Überfall auf Mormonen-Familie - DER SPIEGEL
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Mexiko Mindestens zehn Tote bei Überfall auf Mormonen-Familie

Im Norden Mexikos leben seit Jahrzehnten zahlreiche Großfamilien mormonischen Glaubens. Nun wurden zehn Mitglieder einer Gemeinde ermordet - darunter sieben Kinder.
Ein Polizeiwagen in Mexiko (Symbolbild)
Ein Polizeiwagen in Mexiko (Symbolbild)

Ein Polizeiwagen in Mexiko (Symbolbild)

Foto: Victor Ruiz Garcia/ REUTERS
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Bei einem Überfall auf eine Mormonenfamilie im Norden Mexikos sind nach Angaben von Angehörigen mindestens zehn Menschen getötet worden. Drei Frauen und sieben Kinder seien ums Leben gekommen, als Unbekannte in der Region zwischen den Bundesstaaten Sonora und Chihuahua das Feuer auf einen Fahrzeugkonvoi eröffneten, sagte ein Mitglied der Familie im Fernsehsender Milenio TV.

Die Staatsanwaltschaft von Sonora äußerte sich bislang nicht zu der genauen Zahl der Opfer. Sie leitete aber einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte in dem Gebiet ein.

"Als Mutter fühle ich Wut, Empörung und tiefen Schmerz angesichts der feigen Tat", schrieb die Gouverneurin von Sonora, Claudia Pavlovich, auf Twitter. "Ich weiß nicht, welche Art von Monstern es wagen, Frauen und Kinder zu verletzen. Als Gouverneurin werde ich alles dafür tun, dass dies nicht ungesühnt bleibt und dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden."

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Im Norden von Mexiko leben seit Jahrzehnten zahlreiche Großfamilien mormonischen Glaubens, die ursprünglich aus den USA stammen. Die betroffene Gemeinde besteht aus Nachfahren, die im 19. Jahrhundert wegen Verfolgung flüchteten. Häufig besitzen sie die Staatsangehörigkeit beider Länder.

Immer wieder geraten sie in das Visier von mächtigen Verbrechersyndikaten, die die Region kontrollieren. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko fast 36.000 Morde registriert.

bam/dpa