Mehr als 200 Opfer Mutmaßlicher mexikanischer Massenmörder festgenommen
Mexiko-Stadt - Er soll mehr als 200 Morde angeordnet oder an ihnen beteiligt gewesen sein, nun hat die Polizei einen mutmaßlichen Massenmörder im Westen Mexikos festgenommen. Der 30-Jährige sei laut Innenministerium gemeinsam mit zwei Komplizen im Bundesstaat Jalisco gefasst worden. Wann das passierte, blieb zunächst unklar.
Der Mann soll sich Medienberichten zufolge ein führendes Mitglied des Drogenkartells "Familia Michoacana" sein. Er sei für Morde, Entführungen und Erpressung in Jalisco und Guerrero verantwortlich. Bei vielen seiner Opfer soll es sich demnach um Drogenhändler und Mitglieder rivalisierender Banden handeln.
Die westlichen Bundesstaaten Jalisco, Guerrero und Michoacan sind in den vergangenen Monaten zum blutigen Zentrum des mexikanischen Drogenkrieges geworden. Insgesamt kamen mehr als 80.000 Menschen ums Leben, seit der frühere Präsident Felipe Calderón Anfang 2007 das Militär erstmals gegen die Drogenkartelle vorgehen ließ.
Seit Enrique Pena Nieto im vergangenen Jahr das Amt von Calderon übernahm sank die Mordstatistik geringfügig. Dennoch werden monatlich rund tausend Menschen getötet.