Gestohlene Krankenakte von Michael Schumacher Verdächtiger tot in Zelle aufgefunden
Hamburg - Einen Tag nach seiner Festnahme ist im Zürcher Polizeigefängnis ein Mann tot aufgefunden worden, der möglicherweise in den Diebstahl von Michael Schumachers Krankenakte verwickelt war.
Dem Zürcher Staatsanwalt zufolge wurde die Leiche des Mannes am Mittwochmorgen in der Zelle entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich das Leben nahm.
Die Staatsanwaltschaft hatte ein Strafverfahren gegen den Mann wegen Verletzung des Berufsgeheimnisses eröffnet, nachdem sein Arbeitgeber und die Familie Schumacher Anzeigen eingereicht hatten.
Ende Juni waren verschiedenen Medien Teile der Krankenakte des schwer verletzten Formel-1-Weltmeisters angeboten worden. Die Ermittler verfolgten die Spur anhand einer IP-Adresse in die Schweiz.
Schumacher war Ende Dezember im französischen Skigebiet Méribel bei einem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag wochenlang im Koma. Am 16. Juni wurde er unter größter Diskretion von Grenoble zur Reha nach Lausanne gebracht. Seine Familie erklärte, dass er nicht mehr im Koma liege.