Millionenraub: Polizei findet Teil der Beute - DER SPIEGEL
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Millionenraub Polizei findet Teil der Beute

Die englische Polizei macht offenbar schnelle Fortschritte bei der Aufklärung des Millionenraubs von Tonbridge. Ermittler haben einen größeren Teil der Beute gefunden. Einem der Täter sind sie mit einem Phantombild auf der Spur.
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London - Nur zwei Tage sind seit dem größten Geldraubs in der Geschichte Großbritanniens vergangen. Und die Polizei scheint den Tätern schon deutlich auf dem Fuß zu sein. Heute gaben die Ermittler bekannt, einen Teil der Beute gefunden zu haben. Das Bargeld sei in mehreren Säcken in einem Kleintransporter entdeckt worden, teilte der stellvertretende Polizeichef der Grafschaft Kent, Adrian Leppard, am Abend mit. Die Summe sei noch unklar, da vor dem Zählen des Geldes zunächst alle Spuren gesichert werden müssten. Ein britischer TV-Sender berichtet, in den Säcken seien wahrscheinlich "mehrere Millionen Pfund".

Die Fahnder bekamen einen heißen Tipp und wurden so auf das Fahrzeug aufmerksam, das vor einem Hotel nahe der Ortschaft Ashford in Südostengland geparkt war.

Auch die Suche nach den Drahtziehern wird konkreter. Heute veröffentlichte die  Polizei ein Phantombild von einem der Täter. Gesucht wird ein rund 1,80 Meter großer Mann weißer Hautfarbe, möglicherweise mit einem ungepflegten rötlichen Bart. "Die Ermittlungen kommen jetzt sehr schnell voran", sagte Leppard. Zugleich rief er potenzielle Mitwisser erneut auf, die Polizei zu kontakten und sich die ausgesetzte Belohnung für die Ergreifung der Täter in Höhe von umgerechnet fast drei Millionen Euro zu verdienen. Leppard teilte mit, dass die drei zuvor festgenommenen Verdächtigen gegen Kaution wieder auf freiem Fuß seien. Dazu gehörte auch eine 41-jährige Frau, die bei einer Bank nahe London umgerechnet 9000 Euro in bar einzahlen wollte.

Bei dem Überfall auf das Gelddepot in der südostenglischen Ortschaft Tonbridge hatten bewaffnete Gangster am frühen Mittwochmorgen umgerechnet mehr als 70 Millionen Euro erbeutet.

ler/dpa/AP