Mord vor Ampel: Polizei fasst mutmaßlichen Mittäter - DER SPIEGEL
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Mord vor Ampel Polizei fasst mutmaßlichen Mittäter

Im Fall des in Niedersachsen erschossenen Autofahrers haben die Ermittler einen ersten Verdächtigen festgenommen. Die Polizei erwischte in Gelsenkirchen einen 47-Jährigen, der eine der Tatwaffen besorgt haben soll. Von den beiden Schützen fehlt noch jede Spur.
Tatort in Sarstedt: Erster Verdächtiger verhaftet
Tatort in Sarstedt: Erster Verdächtiger verhaftet

Tatort in Sarstedt: Erster Verdächtiger verhaftet

Foto: Christian Elsner/ dpa
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Sarstedt/Hildesheim - Etwa eineinhalb Wochen nach dem Mord an einem Autofahrer im niedersächsischen Sarstedt haben die Ermittler einen ersten Erfolg bei der Suche nach den Tätern verbucht. Nach Angaben der Hildesheimer Staatsanwaltschaft fassten Beamte einen 47-Jährigen. Er soll mindestens eine der Schusswaffen besorgt haben, die bei dem Verbrechen am Neujahrstag benutzt worden waren. Die Täter selbst sind aber noch nicht gefasst.

Der 35-jährige Pkw-Fahrer war abends von zwei Unbekannten hinter dem Steuer seines Wagens erschossen worden, als er an einer roten Ampel hielt. Die Schützen flüchteten anschließend unerkannt.

Die mutmaßlichen Mörder gehören nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft zu der Familie einer Frau, mit der das Opfer eine Liebesbeziehung unterhielt. Deren Verwandte waren mit der Beziehung nicht einverstanden. Bei dem Toten handelt es sich um einen in Hildesheim lebenden syrischen Staatsangehörige.

Auch der 47-jährige mutmaßliche Waffenbeschaffer gehöre zu der Familie der Frau, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er sei bereits am Mittwoch in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden und sitze wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Mord in Untersuchungshaft. Die Suche nach den beiden Schützen laufe auf Hochtouren weiter.

Die Ermittler veröffentlichten eine Beschreibung des möglichen Fluchtwagens der beiden Schützen. Es soll sich dabei um einen älteren Opel Vectra mit Hildesheimer Kennzeichen handeln. Die Täter könnten den Wagen für den Überfall genutzt haben.

jbr/AFP