Mordfall Blum DNA überführt Nachbarn
Stendal - Der festgenommene 23-Jährige gelte als dringend tatverdächtig. In seinem Haus sei die Unterwäsche des Opfers gefunden worden. Auf der Wäsche seien DNA-Spuren des mutmaßlichen Täters festgestellt worden, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag bekannt. Vermutlich habe der Nachbar Anja Blum sexuell missbraucht, bevor er sie ermordet habe. Tathergang und Motiv seien bislang noch unklar.
Aufmerksam auf den 23-Jährigen wurden die Ermittler erst, als dieser im Zusammenhang mit einem Einbruch im März eine freiwillige Speichelprobe abgab. Die Polizei verglich seine Probe daraufhin auch mit DNA-Spuren, die bei einem ganz anderen Fall gefunden wurden: Es ging um die Vergewaltigung einer 60-Jährigen im September 2004. Die Analyse ergab eine Übereinstimmung. Seit Montag sitzt der Mann darum in Untersuchungshaft.
Als die Polizei dann im Zuge der Ermittlungen über den Vergewaltigungsfall das Haus des Verdächtigen durchsuchte, fanden sie die Unterwäsche von Anja Blum.
Die 20-Jährige aus Rietzel im Jerichower Land galt seit einem Discobesuch am 10. Juni als vermisst. Ihre Leiche war am 26. Juni in einem See gefunden worden, der etwa zehn Kilometer entfernt von ihren Heimatort liegt.