Mordfall Michelle: Polizei verkleinert Sonderkommission - DER SPIEGEL
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Mordfall Michelle Polizei verkleinert Sonderkommission

Noch immer keine heiße Spur im Fall der ermordeten Michelle: Zwei Monate nach dem Tod der Achtjährigen aus Leipzig sind die Ermittler dem Täter bislang nicht auf die Schliche gekommen. Dennoch wurde nun die Sonderkommission verkleinert - um mehr als 100 Beamte.
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Leipzig - "Es liegt eine Vielzahl von erfolgversprechenden Spuren vor", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend mit. Bisher seien 1389 Hinweise eingegangen. Zwei Personen hätten sich selbst der Tat beschuldigt - allerdings habe das aufgrund der DNA-Analysen ausgeschlossen werden können.

Michelle war am 18. August auf dem Heimweg aus dem Schulhort verschwunden. Drei Tage später wurde ihre Leiche in einem Teich entdeckt. Das Mädchen ist inzwischen beerdigt.

"Der schnelle Erfolg ist uns als Ermittlungsbehörden leider versagt geblieben. Trotz großer personeller uns sachdienlicher Aufwendungen ist eine Klärung des Verbrechens bis heute nicht gelungen", hieß es.

Die Mitglieder der Sonderkommission hätten in den ersten Wochen rund um die Uhr gearbeitet und eine Vielzahl von Hinweisen geprüft. Dennoch zeichne sich auch wegen der schwierigen Spurenlage kein konkreter Zeitraum zur Klärung des Falls ab. "Erst nach Ausschöpfung aller Ermittlungsansätze ist, nicht nur aus rechtlichen Gründen, an die Durchführung eines Massen-Gentests zu denken."

Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig wird die bisher 177 Beamte umfassende Sonderkommission auf 75 Mitarbeiter verkleinert. Es werde weiterhin sieben Tage die Woche in drei Schichten gearbeitet, hieß es am Abend. Bei Bedarf sei eine erneute Verstärkung geplant.

Die Arbeit konzentriere sich nun auf 29 Ermittlungskomplexe. "Alle Angehörigen der Sonderkommission sind hoch motiviert, um den Täter zu finden, und die schreckliche Tag aufzuklären."

jdl/dpa

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