Mordfall Sittensen Polizei verhaftet dritten Verdächtigen
Hannover - "Er steht in dringendem Verdacht, an der Tatausführung beteiligt gewesen zu sein", teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen heute mit. Gegen den Imbissbesitzer, dessen Wohnung und Arbeitsplatz bereits im Februar durchsucht worden waren, wurde Haftbefehl erlassen. Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass mehr als drei Täter für das Blutbad im China-Restaurant "Lin Yue" im niedersächsischen Sittensen verantwortlich sind. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es weitere Zugriffe geben", sagte ein Beamter.
In der Nacht zum 5. Februar waren im China-Restaurant "Lin Yue" vier Männer und drei Frauen erschossen worden. Die Opfer waren das Betreiberehepaar und Angestellte des Lokals. Wenige Stunden nach der Tat waren zwei 31 und 33 Jahre alte Vietnamesen aus Bremen unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Sie sind seitdem in Untersuchungshaft, schweigen aber zu der Tat. An der Kleidung eines Verdächtigen war Blut von einem Opfer nachgewiesen worden. Auch Faserspuren belasten laut Polizei die Verdächtigen. Die Sonderkommission umfasst 100 Beamte und ist bislang mehr als 1000 Spuren nachgegangen.
jdl