Moskauer Serienmörder: "Das hat sich so ergeben" - DER SPIEGEL
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Moskauer Serienmörder "Das hat sich so ergeben"

Ab morgen steht in Moskau ein Mann vor Gericht, der behauptet, mehr als 60 Menschen ermordet zu haben. Die Staatsanwaltschaft kann bislang 49 Morde belegen. Sein Verteidiger behauptet, der Mann sei krank. Gutachter halten ihn dagegen für zurechnungsfähig.
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Moskau - Die Mordserie gilt als eines der größten Verbrechen der vergangenen Jahre in Russland: Nach Angaben der Justiz lockte der Angeklagte seine meist älteren und alleinstehenden Opfer unter verschiedenen Vorwänden in den Stadtwald. Dort habe er mit ihnen Alkohol getrunken, bis sie wehrlos waren. Dann habe er die Menschen auf verschiedene Weise getötet.

Der Angeklagte soll einige seiner Opfer jeweils mit mehreren Hammerschlägen getötet haben. Auf die Frage nach dem Motiv antwortete er nur: "Das hat sich so ergeben." Der Verteidiger hatte vor dem Prozess erklärt, er habe Zweifel, dass sein Mandant gesund sei. Psychiater hatten den Mann dagegen für voll zurechnungsfähig erklärt.

Der Hilfsarbeiter erkenne seine Schuld voll an, teilte die Verteidigung mit. Die Staatsanwaltschaft konnte bislang 49 Morde aus den Jahren 1992 bis 2006 in einem Erholungsgebiet im Süden der Hauptstadt belegen. Der Verdächtige war vor einem Jahr verhaftet worden, nachdem eine Frau vor dem Treffen mit ihrem Mörder die Telefonnummer des Angeklagten bei Verwandten hinterlassen hatte.

Die Ermittler fanden Leichen und Tatwaffen in dem Erholungsgebiet. Nach Berichten russischer Medien half der Verdächtige selbst bei der Aufklärung der Mordfälle. Er wurde mit den Worten zitiert: "Wenn die Polizei mich nicht gefasst hätte, hätte ich nie damit aufhören können. Es sind viele Menschenleben gerettet worden, weil man mich gefasst hat."

jjc/dpa