Moussaoui Lebenslang im "Supermax"
Washington - Der Franzose marokkanischer Abstammung war in der vergangenen Woche wegen Mitwirkung an den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verurteilt worden. Der 37-Jährige war kurz vor den Anschlägen in New York und Washington festgenommen worden. Während seines Prozesses hatte er ausgesagt, er sei als Todespilot rekrutiert worden und hätte ein Flugzeug ins Weiße Haus steuern sollen. Dieses Geständnis, an dem von vornherein Zweifel bestanden, hat er nach Abschluss des Verfahrens widerrufen. Moussaoui rechnete nach eigenen Angaben damit, zum Tode verurteilt zu werden.
Vier Tage nach seiner Verurteilung zog Moussaoui sein Geständnis zurück. Damit wollte er eine Neuauflage des Prozesses erreichen. Am Freitag dann legte er Berufung gegen das Urteil ein. Justizexperten schätzten die Aussicht auf ein Verfahren in weiterer Instanz aber als gering ein.
In dem in der Wüste gelegenen Gefängnis sitzen rund 400 Verurteilte ein, die als die gefährlichsten Verbrecher in den USA gelten. Dazu gehören der wegen des Bombenanschlags von Oklahoma City verurteilte Terry Nichols und der so genannte Schuhbomber Richard Reid.
reh/reuters/AP/AFP