Nach Lösegeldzahlung: Piraten lassen 23 tunesische Geiseln frei - DER SPIEGEL
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Nach Lösegeldzahlung Piraten lassen 23 tunesische Geiseln frei

Die tunesische Crew eines von somalischen Piraten gekaperten Tankers ist frei. Das Ende der Geiselhaft war teuer: Die Regierung habe zwei Millionen Dollar Lösegeld bezahlt, meldete eine tunesische Nachrichtenagentur.
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Tunis - Im vergangenen November hatten Piraten vor der somalischen Küste die unter Panama-Flagge fahrende "MV Hannibal II" angegriffen und 23 tunesische Crew-Mitglieder als Geiseln genommen. Jetzt meldete die staatliche tunesische Nachrichtenagentur TAP, die Männer seien am Donnerstagmorgen freigekommen.

"Sie sind auf dem Seeweg nach Dschibuti", hieß es. Die Befreiung sei möglich geworden durch die "erfolgreichen Verhandlungen der tunesischen Regierung". Man habe außerdem zwei Millionen Dollar Lösegeld bezahlt.

Die "MV Hannibal II" war im November 2010 mit einer Ladung Pflanzenöl auf dem Weg von Malaysia, als sie gekapert wurde. Unter der 31-köpfigen Besatzung waren 23 Tunesier. Die Nationalität der verbliebenen Seeleute ist bisher nicht bekannt.

In Somalia, wo es seit zwei Dekaden keine funktionierende Regierung gibt, herrschen Chaos und Gewalt. Derzeit halten Piraten 26 Schiffe mit etwa 600 Seeleuten in ihrer Gewalt.

Wie die europäische Anti-Piraten-Mission am Donnerstag mitteilte, haben Piraten am Golf von Aden ein weiteres, unter indonesischer Flagge fahrendes Schiff gekapert. Die "MV Sinar Kudus" sei am Mittwoch in die Hände von Dutzenden Seeräubern gefallen und dann dazu genutzt worden, ein weiteres Schiff zu überfallen, einen unter liberianischer Flagge fahrenden Frachter.

ala/Reuters