Cleveland Nachbar von Entführer Ariel Castro gesteht Sexualmorde
Angeklagter Elias A. vor Gericht: "Ich bin kein Monster"
Foto: Tony Dejak / AP / dpaCleveland - Jahrelang hielt Ariel Castro drei Frauen in seinem Haus gefangen, unzählige Male vergewaltigte er sie, bevor sich die Opfer im Mai 2013 befreien konnten. Jetzt stellt sich heraus: Nur wenige Häuser weiter wohnte ein weiterer Sexualverbrecher. Ihm kam die Polizei in Cleveland offenbar nur zufällig auf die Schliche - im Zuge der Ermittlungen zu Ariel Castro.
Der 49-jährige Elias A. bekannte sich am Montag vor Gericht in 297 Anklagepunkten für schuldig, darunter zwei Morde, mehrere Entführungen sowie Vergewaltigungen von Kindern. Das Geständnis ist Teil eines Deals mit der Staatsanwaltschaft: Demnach entgeht A. der Todesstrafe, wird jedoch zu 445 Jahren Haft verurteilt. Eine Aussicht auf Bewährung gibt es für ihn nicht.
A. räumte unter anderem ein, 1994 seine damals 30-jährige Nachbarin Pamela P. vergewaltigt und getötet zu haben. Das zweite Opfer ist demnach die damals 18-jährige und im fünften Monat schwangere Christina A., auch sie vergewaltigte und tötete er; ihre Leiche blieb 18 Jahre lang verschwunden. Weitere Fälle sexuellen Missbrauchs, die A. gestand, reichen zum Teil mehr als 25 Jahre zurück.
"Ich bin kein Monster. Ich bedaure meine Taten sehr", sagte der 49-Jährige vor Gericht in Anwesenheit mehrerer überlebender Opfer. "Ich liebe euch alle. Möge Gott euch segnen."
Ins Visier der Polizei war A. offenbar nur deshalb geraten, weil er laut Staatsanwaltschaft nur einen Straßenblock von Entführer Ariel Castro entfernt wohnte. Im Zusammenhang mit der spektakulären Entführung hatten die Ermittler laut NBC sämtliche Vermisstenfälle in der Nachbarschaft erneut unter die Lupe genommen.