Neapel in Italien: Junge soll Statue von Balkon geworfen und Frau getroffen haben – Anklage gegen Eltern - DER SPIEGEL
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Tödlicher Unfall in Neapel Junge soll Statue von Balkon geworfen und Frau getroffen haben – Anklage gegen Eltern

In Neapel hat eine Statue eine Touristin getroffen und so schwer verletzt, dass sie starb. Der mutmaßliche Täter ist nicht strafmündig, nun will die Staatsanwaltschaft die Eltern zur Verantwortung ziehen.
Gerichtsgebäude in Neapel
Gerichtsgebäude in Neapel

Gerichtsgebäude in Neapel

Foto: R4924_italyphotopress / Italy Photo Press / IMAGO

Ein 13-Jähriger soll vor rund eineinhalb Jahren eine Statue von einem Balkon in Neapel geworfen haben. Eine Touristin aus Padua wurde von der Statue getroffen und starb. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Eltern des Jungen erhoben, wie zahlreiche Medien berichten, darunter der Sender Sky TG24  und die Tageszeitung »Corriere della Sera« . Der Junge hingegen kann in dem Fall nicht belangt werden, da er zum Zeitpunkt der Tat nicht strafmündig war.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Eltern nun Beihilfe in einem Tötungsdelikt vor. Sie argumentiert, die Eltern hätten ihren Sohn besser beaufsichtigen müssen. Die Eltern beteuerten durch ihre Anwälte stets ihre Unschuld, wie zum Beispiel »Today«  berichtet. Die geworfene Figur gehöre ihnen nicht, auch habe der Junge sie nicht geworfen.

Not-OP blieb erfolglos

In Italien ist auch bei nicht strafmündigen Minderjährigen eine Anhörung vor dem Jugendgericht möglich, die dann jedoch mit der Feststellung mangels Strafmündigkeit endet. In diesem Fall gehen die Eltern dagegen vor und verlangen, dass ihr Sohn aus sachlichen Gründen und nicht aufgrund seines Alters freigesprochen wird. Die Anhörung der Eltern vor Gericht ist für den 26. Juni angesetzt.

Der Vorfall hatte sich im September 2024 ereignet. Die 30-jährige Frau war Medienberichten zufolge mit ihrem Freund im Spanischen Viertel unterwegs, als sie von einem schweren Gegenstand am Kopf getroffen wurde. Untersuchungen ergaben später, dass es sich um eine etwa zwei Kilogramm schwere Statue aus Onyx handelte. Die Touristin wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, starb jedoch trotz einer Notoperation.

bbr

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