Nelson Mandelas Enkel: Auf Kaution frei - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Anklage wegen Vergewaltigung Mandelas Enkel auf Kaution frei

Knapp zwei Wochen saß der Enkel von Nelson Mandela in U-Haft. Er soll eine 15-Jährige vergewaltigt haben. Nun kam er auf Kaution frei. Vor Gericht bittet er, "nicht als ein Mandela" behandelt zu werden.
Statue von Nelson Mandela vor Gerichtsgebäude in Johannesburg: Hier wird der Fall seines Enkels verhandelt
Statue von Nelson Mandela vor Gerichtsgebäude in Johannesburg: Hier wird der Fall seines Enkels verhandelt

Statue von Nelson Mandela vor Gerichtsgebäude in Johannesburg: Hier wird der Fall seines Enkels verhandelt

Foto: AP/dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein Enkel des früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela ist nach knapp zwei Wochen Gefängnis auf Kaution freigekommen. Dem 24-Jährigen wird laut Anklage die Vergewaltigung einer 15-Jährigen vorgeworfen. Er soll das Mädchen Anfang August auf einer Restauranttoilette in Johannesburg missbraucht haben. Der südafrikanischen Nachrichtenseite News24  zufolge betrug die Kaution 7000 Rand, umgerechnet 470 Euro.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Seine Verteidigung erklärte vor Gericht, der Geschlechtsverkehr habe im Einvernehmen stattgefunden und das Mädchen bezüglich ihres Alters gelogen. Das Alter ist entscheidend, berichtete die BBC : Nach südafrikanischem Recht ist Sex mit jemandem, der jünger als 16 Jahre ist, zwangsläufig eine Vergewaltigung - unabhängig davon, ob er einvernehmlich war oder nicht.

Vor dem Gericht in Johannesburg sagten die Anwälte des Angeklagten, der 24-Jährige wolle "nicht als ein Mandela", sondern als "normale Person" behandelt werden. Die Familie des 2013 verstorbenen Anti-Apartheid-Kämpfers und Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela steht seit Jahren im Fokus der Öffentlichkeit. Mandela hatte 17 Enkelkinder.

kop/dpa/AP