Neubrandenburg Gentest - DER SPIEGEL
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Neubrandenburg Polizei startet Massen-Gentest mit 9000 Männern

Seit Neujahr wurden in einer Seeregion in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder Leichenteile einer Frau gefunden. Nun hat in Neubrandenburg ein Massen-Gentest begonnen, der ihren Mörder überführen könnte. Tausende Männer sind aufgerufen, ihr Erbgut überprüfen zu lassen.
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Neubrandenburg - Im Fall einer unbekannten Frauenleiche in Neubrandenburg hat die Polizei einen freiwilligen Massen-Gentest gestartet. Eine Sprecherin sagte, es habe "regen Zulauf" gegeben. Aufgerufen sind etwa 9000 Männer aus Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 50 und 70 Jahren. Bis einschließlich Samstag können sie eine Speichelprobe abgeben, die dann mit einer bislang unbekannten DNA-Spur abgeglichen wird. Der Staatsanwaltschaft zufolge waren am Montag und Dienstag bereits mehr als 200 Männer dem Aufruf vorab gefolgt.

Die Identität der um die Weihnachtszeit getöteten Frau ist noch unklar. Der Staatsanwaltschaft zufolge war die Tote zwischen 40 und 55 Jahre alt. Mehrere Leichenteile waren seit Neujahr im Neubrandenburger Tollensesee und im Mühlenteich gefunden worden.

Erst am Montag hatte ein Spaziergänger ein weiteres Körperteil im Mühlenteich entdeckt. Eine Untersuchung habe inzwischen ergeben, dass es ebenfalls von der Toten stammt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Noch immer fehle der Kopf der Toten. Die Ermittler wollten den Mühlenteich daher auf weitere Spuren untersuchen. Dafür sollte das Wasser des Teichs so weit wie möglich abgelassen werden. Bei normalem Pegelstand ist das Gewässer dem Umweltamt zufolge etwa 80 bis 100 Zentimeter tief und erstreckt sich über eine Fläche von 1,9 Hektar. Am Mittwoch musste die Suche jedoch zunächst ohne Ergebnis abgebrochen werden, da der Pegelstand des Teichs noch immer zu hoch und der Grund insbesondere in den Uferbereichen zu schlammig war.

jbr/dapd

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