New York: Schwindler löste Terroralarm aus - DER SPIEGEL
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New York Schwindler löste Terroralarm aus

Der jüngste Terroralarm für New Yorks U-Bahn ist laut dem amerikanischen Nachrichtensender CNN ein böser Scherz gewesen: Demnach gab der angebliche Informant mittlerweile zu, die Polizei belogen zu haben.
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New York - Der mutmaßliche Schwindler hatte Anfang des Monats behauptet, 15 bis 20 irakische Terroristen sollten Bombenanschläge auf das New Yorker U-Bahnnetz ausführen. Ihre Sprengsätze wollten sie in Kinderwagen und Koffern verstecken. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte daraufhin Soldaten mit Gewehren und Spürhunden in sämtliche Bahnhöfe beordert. Die Anspannung bei Behörden und die Aufmerksamkeit für möglicherweise verdächtige Gegenstände war besonders groß. So sorgten verdächtige Funde vorübergehend für Aufregung: Beamte riegelten Teile eines Bahnhofs ab, während Experten in gelben Schutzanzügen und Atemmasken die verdächtigen Substanzen und Gegenstände untersuchten, die sich dann aber allesamt als harmlos herausstellten.

Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums hatte den Terroralarm vor Tagen bereits als "überraschend" bezeichnet, da die Informationen nicht besonders glaubwürdig gewesen seien.

Bloomberg, der im kommenden Monat zur Wiederwahl steht, wird nun vorgehalten, die Terrorangst bewusst geschürt zu haben, um von eigenen Schwächen abzulenken. Sein demokratischer Herausforderer Fernando Ferrer forderte ihn auf, publik zu machen, welche Informationen ihm wann vorgelegen hätten und warum er darauf in so großem Maßstab reagiert habe.

Ein Sprecher von Bloomberg entgegnete: "Der Bürgermeister ist nicht in der luxuriösen Lage, im Vorhinein zu wissen, welche Bedrohung sich im Nachhinein als glaubhaft herausstellen wird." Bloomberg selbst sagte: "Wir nehmen jede Bedrohung, die auch nur im Entferntesten glaubwürdig sein könnte, ernst. Besser einmal zu viel reagiert als einmal zu wenig."