Nizza: Haftstrafe für versuchten Handel mit Fundsachen vom Anschlag - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Internetauktion Mann für Handel mit Fundstücken vom Anschlag in Nizza verurteilt

"Objekte vom Massaker des 14. Juli, Preis Verhandlungssache." Ein 39-Jähriger Mann aus Nizza muss aufgrund einer Kleinanzeige für zehn Monate ins Gefängnis.
Trauernde auf der Promenade des Anglais
Trauernde auf der Promenade des Anglais

Trauernde auf der Promenade des Anglais

Foto: Ian Langsdon/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein Gericht hat nach dem Anschlag in Nizza einen Franzose aufgrund einer Kleinanzeige zu zehn Monaten Haft verurteilt. Der aus Nizza stammende 39-Jährige hatte im Internet Gegenstände angeboten, die er nach eigenen Angaben nach dem Lkw-Anschlag auf der Promenade des Anglais aufgesammelt hatte.

"Objekte vom Massaker des 14. Juli, Preis Verhandlungssache", hieß es in der Anzeige. Drei begleitende Fotos zeigten einen Ring, eine Brille und eine Fahne.

Gleichzeitig schrieb der Mann, er habe noch rund 20 weitere Fundstücke von der Strandpromenade, auf der ein Attentäter am Donnerstag vergangener Woche 84 Menschen mit einem Lastwagen getötet hatte, bevor er von Polizisten erschossen wurde.

Auf Internetkriminalität spezialisierte Polizeiexperten hatten die Anzeige am Montag entdeckt. Der Strafvorwurf lautete auf versuchten Betrugs beziehungsweise Unterschlagung: Der Mann habe Dinge verkaufen wollen, die ihm nicht gehörten.

sun/AFP