Nordrhein-Westfalen: Schleuserring nach Großrazzia zerschlagen - DER SPIEGEL
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Nordrhein-Westfalen Polizei zerschlägt internationalen Schleuserring

Die Polizei hat im Großraum Wuppertal und im Saarland einen Schleuserring zerschlagen. Bei Großrazzien wurden sieben Beschuldigte festgenommen. Sie sollen 250 Flüchtlinge geschmuggelt haben.
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In einer großangelegten Aktion haben Bundespolizei und Staatsanwaltschaft einen international operierenden Schleuserring zerschlagen. Bei dem Einsatz im Großraum Wuppertal sowie in den saarländischen Städten Völklingen und Lebach wurden sieben Beschuldigte festgenommen. Unter ihnen sei ein 48-Jähriger als mutmaßlicher Haupttäter, teilten die Wuppertaler Staatsanwaltschaft und die Bundespolizei in Sankt Augustin mit.

Die Tätergruppe mit Dutzenden Mitgliedern soll demnach für rund 50 Schleusungen von insgesamt 250 Flüchtlingen verantwortlich sein. Der Hauptbeschuldigte wurde in Wuppertal verhaftet, weitere vier Männer im Alter zwischen 22 und 54 Jahren sowie zwei 44- und 45-jährige Frauen kamen vorläufig in Haft.

Bei der Durchsuchung von insgesamt 40 Wohnungen beschlagnahmten die Polizisten mehr als 10.000 Euro Bargeld, zahlreiche Handys, SIM-Karten, mehrere Laptops und Festplatten sowie Pässe und Führerscheine. Den mutmaßlichen Schleusern wird zur Last gelegt, im großen Stil Menschen über Ungarn und Österreich nach Deutschland geschmuggelt zu haben.

Die Flüchtlinge sollen vorwiegend mit Wohnmobilen, Kleinbussen oder Personenwagen nach Deutschland geschafft worden sein. Nach Behördenangaben handelte es sich überwiegend um Syrer, die bis zu 1500 Euro für ihre Schleusung gezahlt haben sollen. Laut Bundespolizei und Staatsanwaltschaft sollen die Beschuldigten den Menschenhandel über die Balkanroute organisiert haben. Ihnen drohen mehrjährige Freiheitsstrafen.

Den Ermittlern zufolge gelten zahlreiche mutmaßliche Mitglieder der Tätergruppe als gewalttätig. Dem Großeinsatz gingen demnach intensive Ermittlungen von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft in Europa voraus. An den Razzien waren 200 Polizisten beteiligt.

cnn/dpa

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