NRW Polizei schnappt zwei Ausbrecher
Essen/Münster - Die Polizei verhaftete am Mittwochnachmittag zunächst Besim D., 34, bei einer Autokontrolle in Essen. Kurze Zeit später erwischten die Beamten in der Nähe auch seinen Ausbruchskomplizen Amir H., 25. Beide sitzen jetzt wieder hinter Gittern, vorerst in der Justizvollzugsanstalt Essen.
Der 34-Jährige war mit einer 30 Jahre alten Frau im Auto unterwegs gewesen, als die Polizei ihn identifizierte. Besim D. und seine Begleiterin ließen sich widerstandslos festnehmen, wie ein Behördensprecher berichtete.
Durchsuchungen und eine Fahndung führten dann zu Amir H., den Beamte schnappten, als er zu Fuß auf einer Straße in der Nähe unterwegs war. Auch er leistete keinen Widerstand, als die Handschellen klickten. "Weitere Erkenntnisse, insbesondere über die Zeit zwischen Ausbruch und Festnahme liegen hier zur Zeit nicht vor", hieß es.
Die beiden Häftlinge waren am 19. Januar durch ein vergittertes Oberlicht einer Toilette im Werkstattbereich des Gefängnisses entkommen. Über eine Regenrinne kletterten sie ins Freie. Die Ausbrecher saßen wegen Einbruchs und Diebstahls ein und gelten als nicht gewalttätig. Die Haftanstalt Münster zählt zu den ältesten Gefängnissen Deutschlands.
Die Flucht in Münster hatte ebenso wie der jüngste Ausbruch von zwei Schwerverbrechern aus dem Gefängnis in Aachen eine Debatte um die Sicherheit der Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) hat daraufhin eine Prüfung aller 36 Gefängnisse im Land angeordnet.